Die ersten Tage (Buenos Aires blog Don Xello Jänner 2010)

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13 Stunden Flug sind anstrengend. Ab 40 und 1.85plus sollte Businessklasse mit e-card zu begleichen sein. Upgrade nicht möglich, der Lufthans hat manche Passagiere sogar down-gegradet, ungewohnte Ineffizienz bei unseren deutschen Freunden.
Passiert wahrscheinlich nur auf Südamerika Flügen, um die p.t. Passagiere schon in die richtige Stimmung zu bringen. Leider nicht ins Koma gefallen, das Essen war deutsch, den Monitor für den Film im ganzen Flieger nicht gefunden, Ulysses ausgelesen.
Geld wechseln auf keinen Fall bei den ersten beiden Gelegenheiten, bieten 4.70 für den Euro, wo er doch auf 5.40 steht. Beim Rauskommen rechts und nochmal rechts. Kurs 5.40. Dafür Transfer in die Stadt 110 statt wie früher 90 Pesos (allerdings mit schlechterem Pesokurs).
Alte Weisheit „there is no free lunch“.
„Share a cab!“ geschrien und ein Chilene hat sich erbarmt. Die sind ja übrigens viel offener die Südamerikaner. Also als wir. Der Leon sprach besser Deutsch als ich Spanisch, haben uns dann auf Englisch verständigt.
Apartemento fein, Internet nach viel Denken zum Laufen gebracht. Frustrierend wenn es mit Internet schneller ginge, das Internet zum Laufen zu bringen, hab aber nicht weiter darüber nachgedacht, weil an diesen Paradoxien haben sich schon die alten Griechen versucht. Und wo sind die Griechen jetzt? Eben. Fälschen sogar EU Statistiken über ihr BIP, wirklich das letzte.
Dusche, neues Hemd, kurzer Versuch von San Telmo nach Palermo öffentlich. Das konnte ich schon mal, habs aber wohl verlernt. Taxi genommen. Tangoseminar bei Raul Masciochi.
Mit einer wirklich armen (finanzschwachen) Norwegerin getanzt, wieder so eine Paradoxie. Norwegen könnte ja Dubai retten mit seinem Geld. Auch darüber nicht nachgedacht, sie tanzte gut in ihren zerschlissenen Schuhen.
Thema . Improvisation.
War gut, jetzt schwer zu beschreiben, weil Improvisation. Gewicht wurde oft verlagert.

Da ich die Gegend von Mai/Juni gut kenne, danach alleine in ein wunderbares Parilla Restaurant hinein und mit edlem Wein auf Norwegen getrunken. Vacio (Betonung am i) al punto. Ist übrigens ein Stück Fleisch.
Danach zurück in die Practica X und die halbe Galeria Ideal getroffen. So getan als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre, dass man sich nach dem längsten Non-Stop-Flug vom Lufthans einfach so trifft.
Fernet mit Cola getrunken; umgehend betrunken und das „out of axis“ Seminar vom Pablo Inza sehr authentisch umgesetzt. Mit 4 Leuten Taxi Richtung San Telmo, nach kurzer Rast um 9.30 von Schlaghämmern geweckt. Wahrscheinlich hat Norwegen Argentinien unterstützt, auf der ganzen Welt stehen die Baustellen, nur in San Telmo bauen sie noch. Geld wäre in den Schuhen meiner Tanzpartnerin besser angelegt gewesen. Die wär glücklich und ich könnte schlafen.
In Südamerika kriegst Du aber sofort eine unglaubliche Gelassenheit und denkst Dir, lang halten die das Klopfen eh nicht durch, außer sie haben deutsche Gastarbeiter auf ihren Baustellen. Haben sie nicht, nach 1h war Ruhe, ich wach. Ganzen Tag mit einem Mitarbeiter in Skype verbracht. Mittag wieder Vacio (Betonung). Al punto. Paar Fotos gemacht. Ausblick aus meiner Wohnung im 10° piso. 

 

Das Gleißende heißt übrigens Sonne, wärmt, gibt Vitamin D und gute Stimmung.

Andere Eindrücke mit weniger Sonne… ist ja kein Provokations-Blog.

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Kein Schwenk. 

Auf der Straße schauts so aus bei mir im Grätzel. 

Und so wenn die Sonne untergeht und Photoshop gut drauf ist. 

Es ist 22.56 Ortszeit, ab ins Tangolab in die Villa Malcolm.
Bis bald, lieben Gruß in die Heimat. Don Xello

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